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Die unterschiedlichen Schlafphasen
Während des Tages durchlebt der Mensch zwei Zustände: einen der bewussten Wahrnehmung (Wachsein) und einen, in dem das Bewusstsein ausgeschaltet ist (Schlafphase). Häufig kommt während der Schlafphase mit dem Träumen noch ein dritter Zustand hinzu.
Die Übergänge von einem zum anderen Zustand verlaufen fließend in Zyklen, wobei alle körperlichen und geistigen Funktionen harmonisch zusammenspielen. Auch im Schlaf selbst durchlaufen wir mehrere Schlafphasen, die in der Schlafforschung über die Messung der sogenannten Bioströme (Hirn-, Herz- Muskel- und Hautströme) sowie die Messung von Atmung und Sauerstoffgehalt im Blut ermittelt werden. Während einer Nacht werden 70 Millionen Daten zu Schlafpolygrammen verarbeitet, die Auskunft über die Schlaftiefe geben und die Grundlage für die Einteilung der einzelnen Schlafphasen bilden.
Ein gesunder Mensch durchläuft zunächst den entspannten Wachzustand.
Geist und Muskeln entspannen sich, eine wichtige Vorbedingung für das Einschlafen. Die Atmung wird ruhiger und auch das Herz schlägt langsamer.
Es folgt das erste NONREM-Stadium: das Einschlafen. Der Mensch reagiert noch auf äußere Reize und kann subjektivtraumartige Erscheinungen wahrnehmen, während sich die Spannung der Muskulatur weiter löst.
Die Einschlafphase dauert gewöhnlich 10 bis 15 Minuten. Die zweite NONREM-Phase wird als oberflächlicher Schlaf bezeichnet, in dem sich der gesunde Mensch ca. 50% der gesamten Schlafzeit befindet. Das Bewusstsein ist in dieser Phase erstmals völlig ausgeschaltet.
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Im dritten NONREM-Stadium, dem mitteltiefen Schlaf, erhöht sich die Weckschwelle.
Der angestrebte Tiefschlaf (Deltaschlaf) ist das vierte NONREM-Stadium. Dieses Schlafstadium dient vorwiegend der körperlichen Erholung. Alle Körperfunktionen befinden sich auf Sparflamme. Der gesunde Mensch durchläuft einen treppenförmigen NONREM-Zyklus von Zustand 1 bis 4 und wieder zurück, der ca. 80 bis 100 Minuten dauert.
Dann folgt das REM-Schlafstadium, welches auch Traumschlafstadium genannt wird. Der REM-Schlaf hat gewöhnlich eine Dauer von 20 Minuten. Sein charakteristisches Merkmal sind schnelle Augenbewegungen (REM, engl. = rapid eye movement). Die Funktionen der inneren Organe erhöhen sich im Vergleich zum Tiefschlaf, was auch den Stoffwechsel anregt. Im Gehirn werden in den Träumen die aufgenommen Informationen des Tages verarbeitet. Um dafür genügend Energie bereitzustellen, wird die Muskelaktivität völlig ausgeschaltet.
Der REM-Schlaf tritt rhythmisch vier- bis sechsmal pro Nacht auf. Für die körperliche Erholung ist primär die erste Schlafhälfte ausschlaggebend, für die psychische Regeneration hingegen die zweite.  |
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